Nachweis einer bakteriellen Fehlbesiedlung im Dünndarm

In der Regel wird Glukose – auch Dextrose oder umgangssprachlich Traubenzucker genannt – im Dünndarm vollständig und relativ schnell von der Dünndarm-Schleimhaut aufgenommen. Eine Dünndarmfehlbesiedlung bedeutet hier eine Besiedlung mit wasserstoffproduzierenden Bakterienarten im Dünndarm, die eigentlich ihre Dienste im Dickdarm verrichten sollten.  Diese Bakterien verstoffwechseln die Glukose, bevor sie über die Darmschleimhaut resorbiert werden kann. Dabei wird ein Teil der Glukose in Wasserstoff umgewandelt.

Dieser Wasserstoffgehalt lässt sich im Glukose-H2-Atemtest nachweisen.

Ablauf des Atemtests

Ähnlich wie bei anderen Atemtests sollten Sie nüchtern in die Praxis kommen. Dort müssen Sie zunächst eine Atemspende abgeben, woraufhin der Basiswert bestimmt wird. Anschließend trinken Sie in Wasser gelöste Glukose. Über einen Zeitraum von bis zu 2 Stunden wird alle 10–20 Minuten eine Atemprobe genommen. Im Falle einer Dünndarmfehlbesiedlung steigt der Wasserstoffgehalt bereits nach 10–20 Minuten deutlich an.

Symptome und Ursachen

Die Beschwerden bei einer bakteriellen Fehlbesiedlung sind in vielen Fällen Durchfälle, aber auch Blähbeschwerden und Völlegefühl nach dem Essen. Meist ist davon auszugehen, dass die Ursachen die Einnahme von Antibiotika oder eine falsche Ernährungsweise sind.